Drucken Lesezeichen hinzufügen

Familie: MARQUARDSEN Ernst / V. KAMPHOEVENER Elsa Sophia (F1255)

verh. 4 Apr 1908


Angaben zur Familie    |    PDF

  • MARQUARDSEN Ernst männlich
    MARQUARDSEN Ernst

    Geburt  1865  Erlangen, Bayern, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Tod  Dez 1921   
    Beerdigung     
    Eheschließung  4 Apr 1908  [1, 2, 3]  München, Bayern, Germany  [1, 2, 3] Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Andere Ehepartner  V. HALKETT N.N. | F1256 
    Eheschließung     
    Vater   
    Mutter   

    V. KAMPHOEVENER Elsa Sophia weiblich
    V. KAMPHOEVENER Elsa Sophia

    Geburt  14 Jun 1878  Hameln, Hameln-Pyrmont, Niedersachsen, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Tod  27 Jul 1963  Marquartstein, Traunstein, Bayern, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Beerdigung     
    Andere Ehepartner  Dr. phil. V. ELTERLEIN Adolph Julius Haubold | F1552 
    Eheschließung  4 Dez 1900  St. Stephani-Kirche, Goslar, Goslar, Niedersachsen, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Andere Ehepartner  KAUB Franz | F1252 
    Eheschließung  20 Sep 1927  Hannover, Niedersachsen, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Andere Ehepartner  BALTE Alfred | F1254 
    Eheschließung  1 Mai 1925  Berlin, Berlin, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Vater  V. KAMPHÖVENER Louis Karl Adolf Franz, Pascha | F1897 Familienblatt 
    Mutter  V. WERLHOF Anna | F1897 Familienblatt 

  • Quellen 
    1. [S295] Neue Deutsche Biographie, Menges, Franz, "Kamphoevener, Elsa von" in: 11 (1977), S. 93 [Online-Version.
      Genealogie
      V Louis v. K.-Pascha (preuß. Adel 1900, 1843-1927), preuß. Gen.-Lt., osman. Marschall, Reorganisator d. türk. Armee (mit Oberst Otto Kähler u. a.), S d. Appellationsgerichtsrats Adolph K. (aus holstein. Pastoren- u. Beamtenfam.) u. d. Sophie Brökel;
      M Anna (1857–1932), T d. →August v. Werlhof (1809–95), Obergerichtspräs, in Celle, u. d. Tuiska v. Einsiedel;
      B Kurt (* 1887), Gen.konsul. (s. Kosch, Staatshdb.);
      - ⚭ 1) Goslar 1900 (⚮ 1908) →Adolf v. Elterlein (1853–1929), osman. Unterstaatssekr., 2) München 1908 Dr. Ernst Marquardsen († 1921), Arzt, 3) Hannover 1927 (annulliert 1940) Franz Kaub. Kurdir.

      Leben
      K. kam als 3jährige nach Konstantinopel, wo ihr Vater neben Goltz als Reorganisator der türkischen Armee wirkte. Sie erhielt Privatunterricht und eignete sich im Laufe der Zeit 9 Fremdsprachen an. Ansonsten lebte sie „teils im Wasser, teils auf Pferden“. Als Mann verkleidet, durchstreifte sie in Begleitung zweier Diener das osmanische Reich, saß im Kreis der Märchenerzähler in den Bazaren und an den Lagerfeuern der Beduinen. Fehim Bey nahm sie in die Gilde der Märchenerzähler auf, die es verbot, die Märchen aufzuzeichnen. Seit 1916 trat K. als Schriftstellerin hervor. Ihre zahlreichen Romane spielen in der Welt des Orients zwischen Istanbul und Kairo. Nach 40jährigem Aufenthalt in der Türkei kehrte K. nach Deutschland zurück und arbeitete 10 Jahre lang als Dramaturgin bei der Filmgesellschaft Universum Film Aktiengesellschaft-Tobis. – Berühmtheit erlangte K. erst durch ihre orientalischen Märchen, die sie erzählte und schließlich aufschrieb. Sie hatte bei den türkischen Märchenerzählern gelernt, sich vom Strom der Bilder und Geschehnisse tragen zu lassen. Daher sprach sie stets ohne Manuskript, ob sie ihre Märchen über den Rundfunk erzählte oder vor Frontsoldaten, die sie im Auftrage der Luftwaffe während des 2. Weltkrieges als „Kamerad Märchen“ besuchte. Ihre rauhe brüchige Stimme, das gelegentliche heisere Auflachen verliehen ihrer Vortragskunst einen besonderen Reiz. Erst im Alter entschloß sich K., die Märchen niederzuschreiben, um ihnen – im Sinne der westlichen Welt – Dauer zu verleihen. Dabei bewegte sie sich auf dem schmalen Grat zwischen orientalischer Erzählertradition, die keine Veränderung des Inhalts der Geschichte duldet, und dem persönlichen Ausdruck, der sich europäischen ästhetischen Gesetzen unterwirft. „An Nachtfeuern der Karawan-Serail, Türkische Nomadenmärchen“ (2 Bände, 1956 f.) wurde zu einem großen Erfolg und begründete K.s Ruhm als bedeutendste deutsche Märchenerzählerin der Gegenwart.

      https://www.deutsche-biographie.de/pnd119270250.html#ndbcontent

    2. [S71] Wikipedia, Louis von Kamphövenerr.
      https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Louis_von_Kamph%C3%B6vener&oldid=183420465

    3. [S56] Helga Moericke, Leben und Werk der Märchenerzählerin Elsa Sophia von Kamphoevener, (Name: Shaker Verlag; Location: Aachen; Date: 1996;), Die Eltern - Der Vater.